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Liebe
Geschwister und Freunde!
Ich grüße euch in dem Namen, der da ist
und der da war und der da kommt, Gnade sei mit euch und
Frieden von Gott, unserem Vater, und dem HERRN Jesus
Christus!
In den letzten drei Monaten hat sich
einiges ereignet: Dank der Gnade unseres Herrn Jesus
Christus ist am 27. September Samuele zur Welt gekommen,
der Sohn von Sandro und Anna Rita. Mutter und Kind sind
wohlauf, obwohl die Ärzte einige Schwierigkeiten für die
Mutter voraus gesehen haben. Sandro hat sich schon in
Gedanken ganz alleine mit den nunmehr drei Kindern
gesehen. Aber die Gnade unseres Herrn ist viel größer
als wir denken können, denn inzwischen sind schon über
zwei Monate vergangen und Samuele gedeiht zur Freude
aller, aber besonders glücklich ist die Mutter. Am 3.
Dezember war die Einsegnung dieses Kindes, bei der alle
Verwandten von Sandro und Anna Rita anwesend waren. Wir
haben uns sehr gefreut über die Gelegenheit, die Gott
uns geschenkt hat.
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Samuele |
die Einsegnung |
Die Schwangerschaft von Bianca verläuft
auch nach einigen Schwierigkeiten gut, danke für eure
Gebete dafür. Das Baby soll Anfang Februar geboren
werden, betet darum bitte weiter für Bianca, auch für
ihren Ehemann Franco, der sein Leben noch nicht Jesus
anvertraut hat.
Am 10. Dezember gründen die rumänischen
Geschwister unserer Gemeinschaft eine eigene Gemeinde
für die vielen hier ansässigen Rumänen, die nicht
italienisch sprechen können. Die Schule, in der wir
Gottesdienst feiern, will uns die Räume wegen der
Nachbarn nicht für einen zweiten Gottesdienst geben, der
in rumänischer Sprache gehalten würde. Die Brüder haben
schon einen anderen Saal gemietet, was für mich mehr
Arbeit bedeutet, aber ich freue mich und bin gespannt
darauf, wie sich die Gemeinde entwickelt. Wenn es so
wächst, wie es sich der rumänische Bruder vorstellt,
dann werden wir wohl gemeinsam einen Saal kaufen, was
wohl die beste Lösung wäre. Bitte betet für dieses
Projekt.
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Gottdienst auf
rumänisch |
Für die Straßenevangelisation habe ich,
Gott sei Dank, nach einigen Schwierigkeiten wieder die
Erlaubnis bekommen. Unser Herr bestätigt immer wieder,
wie wichtig dieser Dienst auf der Straße, wo wir doch in
einem Land leben, in dem alle Politiker und religiösen
Führer uns täglich verkünden, dass doch alle Religionen
der Welt an den selben Gott glauben. Wenn das stimmen
würde, dann „lass‘ uns essen und trinken“, weil unser
Glauben ohne Hoffnung wäre und eines Tages alles vorbei
ist. Doch unser Gott ist der einzige Gott, außer ihm
gibt keinen anderen Gott:
Jesaja 44,6: So spricht der HERR, der
König Israels, und sein Erlöser, der HERR Zebaoth: Ich
bin der Erste, und ich bin der Letzte, und außer mir ist
kein Gott. Das ist meine Freude, dass ich diesen Gott
auf der Straße verkündigen darf, damit alle
Vorübergehenden lesen können, dass nur Jesus retten kann
und kein anderer. Einige kommen regelmäßig vorbei um mit
mir zu sprechen und etwas über den lebendigen Gott zu
erfahren.
Mauro
ist ein Sportler, der oft mit uns trainiert, und wenn
wir beten, betet es auch zu Jesus. Auch braucht er eure
Gebetsunterstützung, damit er sich wirklich für Jesus
entscheiden kann.
Ettore kam einmal vorbei und bat mich
nach einem Gespräch, ihn zu Hause zu besuchen, da er
mehr wissen möchte. Als ich ihn das erste Mal besuchte,
stellte sich heraus, dass er mich
in einer Erbschafts- Angelegenheit zwischen sich und
seiner Mutter als Vermittler benötigte. Da erklärte ich
ihm, dass ich kein Richter sonder ein Missionar bin. Bei
meinem zweiten Besuch sollte ich wieder als Vermittler
zwischen ihm und seiner Geliebten fungieren, da beide
sich Tag und Nacht schlagen. Mehrere Male mußte er
infolge der Schläge seiner Geliebten zur Behandlung ins
Krankenhaus. Wenn beide die Polizei rufen, kommt die
nicht, da beide dort schon sehr gut bekannt sind. Mit
dieser Frau lebt er also zusammen, obwohl der noch mit
seiner dritten Frau verheiratet ist, mit der er sechs
Kinder zusammen hat. Ein Krankenpfleger erzählte mir,
das Ettore auch seine 88jährige Mutter wegen einer
Erbschaft schlägt.
Eines Tages kam ein Lehrer vorbei uns
forderte mich auf, keine Lügen zu erzählen, da der Gott
der Bibel ein Tyrann sei, der die Sklaverei zugelassen
hat. Er habe schon zwei Bücher darüber geschrieben und
es geschafft, dass an zwei Schulen die Bibeln entfernt
wurden. Dann erkundigte er sich nach unserer Gemeinde,
da er kommen wolle, um allen Mitgliedern seine
Erkenntnis zu unterbreiten, damit sie nicht an den Gott
der Bibel sollten. Ich warte immer noch, denn bis heute
ist er nicht gekommen, wahrscheinlich hat er anderes
„Brot für seine Zähne“ gefunden. Aber das ist Italien,
wie ich es täglich erlebe.
Dann, liebe Geschwister, habe ich eine
große Bitte. Als ich letzten Sommer in Bremen war, wurde
in der Gemeinde bekannt gegeben, dass meine
Unterstützung nicht reicht, um hier in Rom zu
missionieren. Auf diesen Aufruf hat sich leider nur eine
Schwester gemeldet. Wenn es so weiter geht, bedeutet
das, dass es nicht mehr lange dauert, bis ich zurück
nach Deutschland muss. Es wäre sehr schade, das bis
jetzt Aufgebaute zu verlassen. Bitte betet für mich,
denn ihr habt für mich gesorgt vom ersten Tag an, an dem
ich als Missionar für unseren Herrn Jesus Christus
unterwegs bin.
Ich wünsche euch allen ein frohes
Weihnachtsfest und ein gesegnetes neues Jahr mit Joh. 6,
38-39:
Denn ich bin vom Himmel gekommen,
nicht dass ich meinen Willen tue, sondern den Willen
dessen, der mich gesandt hat. Das ist aber der Wille des
Vaters, der mich gesandt, dass ich nichts verliere von
allem, was er mir gegeben hat, sondern dass ich’s
auferwecke am Jüngsten Tage.
Euer Antonio Gaeta
► URL: http://www.italmission.altervista.org/Gaet/RB2006-12.htm
Stand: 12-12-06
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