«Der Glaube, der denkt» - «die Herausforderung in unserer Zeit annehmen»

Italien braucht Mission: Mission ist vielseitig

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Neues von F.A. Gaeta
 
 

Brennpunkt Mission

 

Gott und das Leben: «Gott spielt nicht einmal eine Geige in dem Orchester meines Lebens… Denn er ist der Dirigent» (Nicola Martella).

 

 

RUNDBRIEF 39 (DEZEMBER 2006)

 

 Liebe Geschwister und Freunde!

 

Ich grüße euch in dem Namen, der da ist und der da war und der da kommt, Gnade sei mit euch und Frieden von Gott, unserem Vater, und dem HERRN Jesus Christus!

 

In den letzten drei Monaten hat sich einiges ereignet: Dank der Gnade unseres Herrn Jesus Christus ist am 27. September Samuele zur Welt gekommen, der Sohn von Sandro und Anna Rita. Mutter und Kind sind wohlauf, obwohl die Ärzte einige Schwierigkeiten für die Mutter voraus gesehen haben. Sandro hat sich schon in Gedanken ganz alleine mit den nunmehr drei Kindern gesehen. Aber die Gnade unseres Herrn ist viel größer als wir denken können, denn inzwischen sind schon über zwei Monate vergangen und Samuele gedeiht zur Freude aller, aber besonders glücklich ist die Mutter. Am 3. Dezember war die Einsegnung dieses Kindes, bei der alle Verwandten von Sandro und Anna Rita anwesend waren. Wir haben uns sehr gefreut über die Gelegenheit, die Gott uns geschenkt hat.

 

Samuele

die Einsegnung

 

Die Schwangerschaft von Bianca verläuft auch nach einigen Schwierigkeiten gut, danke für eure Gebete dafür. Das Baby soll Anfang Februar geboren werden, betet darum bitte weiter für Bianca, auch für ihren Ehemann Franco, der sein Leben noch nicht Jesus anvertraut hat.

 

Am 10. Dezember gründen die rumänischen Geschwister unserer Gemeinschaft eine eigene Gemeinde für die vielen hier ansässigen Rumänen, die nicht italienisch sprechen können. Die Schule, in der wir Gottesdienst feiern, will uns die Räume wegen der Nachbarn nicht für einen zweiten Gottesdienst geben, der in rumänischer Sprache gehalten würde. Die Brüder haben schon einen anderen Saal gemietet, was für mich mehr Arbeit bedeutet, aber ich freue mich und bin gespannt darauf, wie sich die Gemeinde entwickelt. Wenn es so wächst, wie es sich der rumänische Bruder vorstellt, dann werden wir wohl gemeinsam einen Saal kaufen, was wohl die beste Lösung wäre. Bitte betet für dieses Projekt.

 

Gottdienst auf rumänisch

 

Für die Straßenevangelisation habe ich, Gott sei Dank, nach einigen Schwierigkeiten wieder die Erlaubnis bekommen. Unser Herr bestätigt immer wieder, wie wichtig dieser Dienst auf der Straße, wo wir doch in einem Land leben, in dem alle Politiker und religiösen Führer uns täglich verkünden, dass doch alle Religionen der Welt an den selben Gott glauben. Wenn das stimmen würde, dann „lass‘ uns essen und trinken“, weil unser Glauben ohne Hoffnung wäre und eines Tages alles vorbei ist. Doch unser Gott ist der einzige Gott, außer ihm gibt keinen anderen Gott:

Jesaja 44,6: So spricht der HERR, der König Israels, und sein Erlöser, der HERR Zebaoth: Ich bin der Erste, und ich bin der Letzte, und außer mir ist kein Gott. Das ist meine Freude, dass ich diesen Gott auf der Straße verkündigen darf, damit alle Vorübergehenden lesen können, dass nur Jesus retten kann und kein anderer. Einige kommen regelmäßig vorbei um mit mir zu sprechen und etwas über den lebendigen Gott zu erfahren.

 

Mauro ist ein Sportler, der oft mit uns trainiert, und wenn wir beten, betet es auch zu Jesus. Auch braucht er eure Gebetsunterstützung, damit er sich wirklich für Jesus entscheiden kann.

Ettore kam einmal vorbei und bat mich nach einem Gespräch, ihn zu Hause zu besuchen, da er mehr wissen möchte. Als ich ihn das erste Mal besuchte, stellte sich heraus, dass er mich in einer Erbschafts- Angelegenheit zwischen sich und seiner Mutter als Vermittler benötigte. Da erklärte ich ihm, dass ich kein Richter sonder ein Missionar bin. Bei meinem zweiten Besuch sollte ich wieder als Vermittler zwischen ihm und seiner Geliebten fungieren, da beide sich Tag und Nacht schlagen. Mehrere Male mußte er infolge der Schläge seiner Geliebten zur Behandlung ins Krankenhaus. Wenn beide die Polizei rufen, kommt die nicht, da beide dort schon sehr gut bekannt sind. Mit dieser Frau lebt er also zusammen, obwohl der noch mit seiner dritten Frau verheiratet ist, mit der er sechs Kinder zusammen hat. Ein Krankenpfleger erzählte mir, das Ettore auch seine 88jährige Mutter wegen einer Erbschaft schlägt.

Eines Tages kam ein Lehrer vorbei uns forderte mich auf, keine Lügen zu erzählen, da der Gott der Bibel ein Tyrann sei, der die Sklaverei zugelassen hat. Er habe schon zwei Bücher darüber geschrieben und es geschafft, dass an zwei Schulen die Bibeln entfernt wurden. Dann erkundigte er sich nach unserer Gemeinde, da er kommen wolle, um allen Mitgliedern seine Erkenntnis zu unterbreiten, damit sie nicht an den Gott der Bibel sollten. Ich warte immer noch, denn bis heute ist er nicht gekommen, wahrscheinlich hat er anderes „Brot für seine Zähne“ gefunden. Aber das ist Italien, wie ich es täglich erlebe.

  

Dann, liebe Geschwister, habe ich eine große Bitte. Als ich letzten Sommer in Bremen war, wurde in der Gemeinde bekannt gegeben, dass meine Unterstützung nicht reicht, um hier in Rom zu missionieren. Auf diesen Aufruf hat sich leider nur eine Schwester gemeldet. Wenn es so weiter geht, bedeutet das, dass es nicht mehr lange dauert, bis ich zurück nach Deutschland muss. Es wäre sehr schade, das bis jetzt Aufgebaute zu verlassen. Bitte betet für mich, denn ihr habt für mich gesorgt vom ersten Tag an, an dem ich als Missionar für unseren Herrn Jesus Christus unterwegs bin.

 

Ich wünsche euch allen ein frohes Weihnachtsfest und ein gesegnetes neues Jahr mit Joh. 6, 38-39:

Denn ich bin vom Himmel gekommen, nicht dass ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. Das ist aber der Wille des Vaters, der mich gesandt, dass ich nichts verliere von allem, was er mir gegeben hat, sondern dass ich’s auferwecke am Jüngsten Tage.

 

Euer Antonio Gaeta

 

► URL: http://www.italmission.altervista.org/Gaet/RB2006-12.htm

Stand: 12-12-06

 

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