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Liebe Geschwister und Freunde!
Wenn keine Vision da ist,
verwildert ein Volk; Sprüche 29,18a. Seit der Herr mich
nach Tivoli führte, haben wir als gläubige kleine
Gemeinde immer die Hoffnung gehabt, einen
Verrammlungs-Saal zu kaufen, um nicht die hier üblichen
hohen Mieten zu zahlen. Meine Vision war es, dass, wenn
ich als Missionar einmal nicht mehr da bin, die Gemeinde
ein Zuhause hat, ohne für diese hohen Mietkosten
aufkommen zu müssen und dass sie hier in Tivoli als
erste evangelische Gemeinde überleben kann, denn das hat
bisher noch keine geschafft. Dieses Mal wünschen wir,
dass die Gemeinde bis zum Kommen Jesu bestehen soll. Ich
bedanke mich bei allen, die Anteil an unserer Vision
haben und hatten und uns mit Gaben und Gebeten
unterstützt haben. Liebe Geschwister, es ist wirklich
ein großer Segen, dass ihr hinter meinem Dienst steht,
denn ohne euch wären wir nicht in der Lage gewesen,
dieses Projekt zu verwirklichen.
Seit
dem 20. November 2007 haben wir notarielle Beurkundung,
die ganze Abwicklung dauert aber noch bis zum Januar
nächsten Jahres. Es ist noch sehr
viel Papierkram zu erledigen, außerdem muss noch
renoviert werden. Solange wir noch kein Wasser und
keinen Strom haben, können wir mit der Renovierung nicht
anfangen. Wir sind aber zuversichtlich, dass es trotz
der „italienischen Verhältnisse“ kurzfristig möglich
sein wird.
Nun zu unserem Objekt: Der Saal ist
46 qm groß, dazu gibt es noch 2 Parkplätze. Die
Gesamtkosten betragen € 86.200,--. Wir hatten €
66.000,-- zur Verfügung, zusätzlich haben wir €
20.000,-- als zinsloses Darlehen erhalten.
Die Kosten schlüsseln sich wie folgt auf:
■ € 73.500,-- für den Saal
■ Notarkosten und Steuern betragen
€ 9.500,--
■ Maklergebühren betragen €
3.000,--
■ Registrierung bei der Stadt €
200,--.
Die Renovierung ist darin noch nicht
enthalten und für die Möblierung (Bestuhlung etc.) fehlt
auch noch das Geld. Doch an erster Stelle wollen wir
unserem Herrn für diesen Anfang danken und
zuversichtlich sein, dass er das, was er in Tivoli
angefangen hat, auch zum Abschluss bringen wird.
Bitte betet für unseren
Eröffnungstag, da viele davon wissen und sich schon
angemeldet haben. Letzten Samstag bei der Evangelisation
konnte ich unserem Bürgermeister von unserem Kauf
berichten, dabei bat er mich, ihn einzuladen, damit er
bei der Eröffnung dabei sein kann.
Folgende Begebenheit demonstriert die Macht, die die
Katholische Kirche hier in Italien hat; Sandro hat am
20. November mit seiner Umschulung zum Krankenpfleger an
einer staatlichen Schule begonnen. Für den 20. Dezember
ist nun die ganz Schule verpflichtet worden, für ca. 30
Minuten an einer Katholischen Messe teilzunehmen. Dafür
werden ihnen dann ein 7 Stunden Schultag angerechnet.
Sollten die Schüler (30% davon sind Ausländer) dieser
Messe fernbleiben, wird ihnen somit ein Fehltag
angerechnet. Ich glaube, ihr könnt euch in Deutschland
gar nicht vorstellen, in welche Bereiche die Kirche hier
in Italien hineinwirkt. Sandro’s Sohn Davide wurde am
Konservatorium in Rom angenommen und muss jetzt zweimal
in der Woche dahin fahren. Annarita arbeitet 7 Km von
Tivoli entfernt an einer Schule in Castel Madama. Sie
ist sehr fleißig dabei, unter ihren Kollegen zu
evangelisieren.
Franco, der Mann von Bianca, kann bedingt durch seine
starken Rückenschmerzen nur vier Stunden täglich
arbeiten und weiß nicht, wie lange er auf diese Weise
noch seine Familie versorgen kann. Bianca geht in den
Abendstunden zur Arbeit. Bitte betet weiter für diese
Familie. Bianca ist uns eine große Freude, aber ihr Mann
Franco bleibt der Gemeinde fern.
Die Evangelisation läuft gut,
obwohl immer noch die Zeugen Jehovas an einigen Tagen
meinen Platz einnehmen. Doch mittlerweile ist den
Menschen klargeworden, dass wir nichts miteinander zu
tun haben und sie sind mir sehr wohl gesonnen und nicht
den Zeugen Jehovas.
Auch der Frauenkreis findet regen
Zuspruch, beim vorletzten Mal hatten wir zwei Exnonnen
zu Gast, die ihr Zeugnis gegeben haben. Danach meinte
die Frau von Raimondo: Es hat nicht viel zu meiner
Bekehrung gefehlt. Seit einiger Zeit kommt über den
Kontakt durch mich und Bianca eine Frau aus Litauen zu
uns. Bitte betet doch für Sie um eine Entscheidung, denn
zur Zeit sind es vier Frauen, die kurz davor stehen,
sich zu bekehren. Jedoch verschieben sie es jedes Mal
wieder auf die nächste Zusammenkunft. Am 25. November
haben sich in Frosinone zwei rumänische Frauen taufen
lassen. Preist den Herrn für das, was in Frosinone
passiert. Dank Jesu Hilfe hat sich Romeo von seiner
Krankheit erholt.
Nun ist schon wieder ein Jahr
vorbei, und ich möchte euch von ganzem Herzen für alles
danken, da ihr es mir möglich ist, hier in Tivoli als
Missionar für unseren Herrn Jesus wirken zu können.
Vielen Dank für eure Treue, denn dadurch kann auch ich
treu sein in meinem Dienst.
Ich wünsche Euch allen frohe
Weihnachten und ein gesegnetes neues Jahr mit Dan.
7,11-14
Euer Antonio Gaeta
► URL: http://www.italmission.altervista.org/Gaet/RB2007-12.htm |