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Italien braucht Mission: Mission ist vielseitig

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Neues von F.A. Gaeta
 
 

RUNDBRIEF 42 (DEZEMBER 2007)

Der Saal von draußen (beide Fenster)

Liebe Geschwister und Freunde!

     Wenn keine Vision da ist, verwildert ein Volk; Sprüche 29,18a. Seit der Herr mich nach Tivoli führte, haben wir als gläubige kleine Gemeinde immer die Hoffnung gehabt, einen Verrammlungs-Saal zu kaufen, um nicht die hier üblichen hohen Mieten zu zahlen. Meine Vision war es, dass, wenn ich als Missionar einmal nicht mehr da bin, die Gemeinde ein Zuhause hat, ohne für diese hohen Mietkosten aufkommen zu müssen und dass sie hier in Tivoli als erste evangelische Gemeinde überleben kann, denn das hat bisher noch keine geschafft. Dieses Mal wünschen wir, dass die Gemeinde bis zum Kommen Jesu bestehen soll. Ich bedanke mich bei allen, die Anteil an unserer Vision haben und hatten und uns mit Gaben und Gebeten unterstützt haben. Liebe Geschwister, es ist wirklich ein großer Segen, dass ihr hinter meinem Dienst steht, denn ohne euch wären wir nicht in der Lage gewesen, dieses Projekt zu verwirklichen. Der HaupteingangSeit dem 20. November 2007 haben wir notarielle Beurkundung, die ganze Abwicklung dauert aber noch bis zum Januar nächsten Jahres. Es ist noch sehr viel Papierkram zu erledigen, außerdem muss noch renoviert werden. Solange wir noch kein Wasser und keinen Strom haben, können wir mit der Renovierung nicht anfangen. Wir sind aber zuversichtlich, dass es trotz der „italienischen Verhältnisse“ kurzfristig möglich sein wird.

     Nun zu unserem Objekt: Der Saal ist 46 qm groß, dazu gibt es noch 2 Parkplätze. Die Gesamtkosten betragen € 86.200,--. Wir hatten € 66.000,-- zur Verfügung, zusätzlich haben wir € 20.000,-- als zinsloses Darlehen erhalten.

Mirrel und Antonio im Hauptraum bei einer Arbeitspause     Die Kosten schlüsseln sich wie folgt auf:

     ■ € 73.500,-- für den Saal

     ■ Notarkosten und Steuern betragen € 9.500,--

     ■ Maklergebühren betragen € 3.000,--

     ■ Registrierung bei der Stadt € 200,--.

Die Renovierung ist darin noch nicht enthalten und für die Möblierung (Bestuhlung etc.) fehlt auch noch das Geld. Doch an erster Stelle wollen wir unserem Herrn für diesen Anfang danken und zuversichtlich sein, dass er das, was er in Tivoli angefangen hat, auch zum Abschluss bringen wird.

     Bitte betet für unseren Eröffnungstag, da viele davon wissen und sich schon angemeldet haben. Letzten Samstag bei der Evangelisation konnte ich unserem Bürgermeister von unserem Kauf berichten, dabei bat er mich, ihn einzuladen, damit er bei der Eröffnung dabei sein kann.

Mirel und Alessandro bei der Arbeit im Hauptraum     Folgende Begebenheit demonstriert die Macht, die die Katholische Kirche hier in Italien hat; Sandro hat am 20. November mit seiner Umschulung zum Krankenpfleger an einer staatlichen Schule begonnen. Für den 20. Dezember ist nun die ganz Schule verpflichtet worden, für ca. 30 Minuten an einer Katholischen Messe teilzunehmen. Dafür werden ihnen dann ein 7 Stunden Schultag angerechnet. Sollten die Schüler (30% davon sind Ausländer) dieser Messe fernbleiben, wird ihnen somit ein Fehltag angerechnet. Ich glaube, ihr könnt euch in Deutschland gar nicht vorstellen, in welche Bereiche die Kirche hier in Italien hineinwirkt. Sandro’s Sohn Davide wurde am Konservatorium in Rom angenommen und muss jetzt zweimal in der Woche dahin fahren. Annarita arbeitet 7 Km von Tivoli entfernt an einer Schule in Castel Madama. Sie ist sehr fleißig dabei, unter ihren Kollegen zu evangelisieren.

Mirrel in dem Nebenraum für die Sonntagschule     Franco, der Mann von Bianca, kann bedingt durch seine starken Rückenschmerzen nur vier Stunden täglich arbeiten und weiß nicht, wie lange er auf diese Weise noch seine Familie versorgen kann. Bianca geht in den Abendstunden zur Arbeit. Bitte betet weiter für diese Familie. Bianca ist uns eine große Freude, aber ihr Mann Franco bleibt der Gemeinde fern.

     Die Evangelisation läuft gut, obwohl immer noch die Zeugen Jehovas an einigen Tagen meinen Platz einnehmen. Doch mittlerweile ist den Menschen klargeworden, dass wir nichts miteinander zu tun haben und sie sind mir sehr wohl gesonnen und nicht den Zeugen Jehovas.

     Auch der Frauenkreis findet regen Zuspruch, beim vorletzten Mal hatten wir zwei Exnonnen zu Gast, die ihr Zeugnis gegeben haben. Danach meinte die Frau von Raimondo: Es hat nicht viel zu meiner Bekehrung gefehlt. Seit einiger Zeit kommt über den Kontakt durch mich und Bianca eine Frau aus Litauen zu uns. Bitte betet doch für Sie um eine Entscheidung, denn zur Zeit sind es vier Frauen, die kurz davor stehen, sich zu bekehren. Jedoch verschieben sie es jedes Mal wieder auf die nächste Zusammenkunft. Am 25. November haben sich in Frosinone zwei rumänische Frauen taufen lassen. Preist den Herrn für das, was in Frosinone passiert. Dank Jesu Hilfe hat sich Romeo von seiner Krankheit erholt.

     Nun ist schon wieder ein Jahr vorbei, und ich möchte euch von ganzem Herzen für alles danken, da ihr es mir möglich ist, hier in Tivoli als Missionar für unseren Herrn Jesus wirken zu können. Vielen Dank für eure Treue, denn dadurch kann auch ich treu sein in meinem Dienst.

     Ich wünsche Euch allen frohe Weihnachten und ein gesegnetes neues Jahr mit Dan. 7,11-14

 

Euer Antonio Gaeta

 

► URL: http://www.italmission.altervista.org/Gaet/RB2007-12.htm

 

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