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«Sorget
nichts! sondern in allen Dingen lasset eure Bitten im
Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kund werden»
(Philipper 4,6).
Rom,
26.03.2006
Cari amici
(liebe Freunde),
am 23.
November kam ich wieder nach Rom. Ich habe die
Erholungszeit in der Schweiz sehr genossen.
Am
Anfang durfte ich nur wenige Kilos heben, so war das ein
guter Einstieg. Weshalb? Seit 25 Jahren war man schon
gewohnt, dass ich auch in der Bibelschulküche stand.
Denn trotz vorheriger Absprache, dass ich mich aus der
Küche raushalte, hielt ich mich vor der Operation nicht
wirklich daran. Welch eine Erleichterung, dass dies nun
wirklich nicht mehr möglich war. So konnte und kann ich
mich besser für die Frauen-, Kalenderarbeit, etc.
einsetzen. Ich glaube in all den vergangenen Jahren
hatte ich noch nie soviel Zeit für die Kalenderarbeit.
590 Kalender habe ich vom Dezember bis Anfang Februar
verteilt. Während ca. 2 Monaten war ich mit Brigida
unterwegs. Gestärkt dadurch, dass wir zu zweit waren,
läuteten wir an vielen, vielen Haustüren. Wie wunderbar,
wirklich eine Gebetserhörung, dass Brigida fast jeden
Tag mit mir ging. Sie ist leider arbeitslos.
Auf dem
Markt gibt es gute Möglichkeiten um ins Gespräch zu
kommen. Auch bei speziellen Anlässen waren wir in der
Piazza. Einmal, und das war das erste Mal in all den
Jahren, haben uns die Polizisten weg geschickt. Welch
eine Enttäuschung! Wir mussten weichen, weil eine
folkloristische Gruppe den Platz einnahm.
Jahr für
Jahr hat Monte Porzio Catone die Möglichkeit Gottes Wort
durch die Kalender zu bekommen. Jahr für Jahr sehe und
kenne ich viele Leute. Dabei friert man auch, aber die
Freude überwiegt. Ich hatte endlich Zeit um mit den
Leuten zu reden. Heut zu Tage ist ein offenes Ohr
gefragt. Wie viel Not, Krankheit und zerrüttete
Familien. Als Christen haben wir DIE Antwort.
«Wie
sollen sie glauben, wenn nicht gepredigt wird?»
Bei
einem Hausbesuch zeigte uns die Signora Alberta ihre
Bibel. Ich hab’ noch nie in Monte Porzio Catone so eine
Bibel, mit vielen unterstrichenen Versen und Eselsohren,
gesehen. Sie liest viel darin. Was für eine Ermutigung
solchen Leuten zu begegnen. Nun, da der
Kalendermissionar in vielen Wohnungen hängt, gilt es
ernsthaft dafür zu beten. Ich durfte auch schon mit der
Nacharbeit beginnen, was mir früher selten gelang.
Heute
darf ich sagen, dass diese Zeit ein besonderer Segen für
mich war. Gesundheitlich fühle ich mich auch wieder fit.
Gott sei Dank! Was für ein Geschenk!
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Bibelschule
Ja, alle
müssen sich noch etwas daran gewöhnen, dass ich nicht
immer gegenwärtig bin. Ich konnte es mir so einrichten,
dass ich Mittwoch, Freitag und Samstag in der
Bibelschule bin. Es reichen für meine Aufgaben nun auch
wenige Stunden. Was für ein Geschenk, dass nun Antonia
hilft. Für den Sommer suchen wir noch jemanden!
Im
Sommer wird das Arbeitspensum wieder mehr, da wir dann
keine Schüler mehr haben die uns helfen.
Wir
haben zurzeit nur wenige Schüler. Intern fünf und extern
zwei. Oft brauchen sie ein ermutigendes Wort. Die
Schüler sind unter Druck mit den vielen Aufgaben, Examen
und das praktische Zusammenleben kostet Kraft und
Nerven. Eine Woche vor Ostern sind sie im Süden
unterwegs und führen das Musical «Der verlorene Sohn»
auf.
In
Florenz führen wir Bibelschule vor Ort durch, mit 52
Teilnehmern. So sind wir dankbar, dass an verschiedenen
Orten in Italien und auch in Pfäffikon lernwillige
Teilnehmer dabei sind.
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Frauenarbeit
Der 8.
März (Tag der Frau) war für mich ein spannender Tag. Mit
unseren Frauen der Gemeinde in Finocchio organisierten
wir «la festa della donna» (Fest für die Frau). Eine
ausgezeichnete Möglichkeit unsere bestehenden «Kontakte»
einzuladen. Wir trafen uns in einem Restaurant. Der Saal
war nur für uns reserviert. Weil es unser Fest war,
wollten wir uns auch bedienen lassen.
J
Gute Atmosphäre und gutes Essen fehlten nicht. Besonders
war, dass Linda Oxenham (die aus Kanada mit ihrem Mann
angereist waren) eine Kurzbotschaft hielt und Annemaria,
die ehemalige Nonne, erzählte wie sie zum Glauben kam.
Sie gab Zeugnis von der Freiheit in Christus: «Heute bin
ich wirklich frei!» Eigentlich wollte auch Cristiane,
eine 85 jährige, ehemalige Nonne, mit ihr kommen, aber
es war leider zu kalt. Wir hatten nun auch lange
ungewohnte Wintermonate. Beide wollten die Wohnung
besichtigen, die ich «bestellt» habe, um eventuell von
Florenz nach Rom umzuziehen.
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Wohngemeinschaft
Im
letzten Rundbrief schrieb ich vom März 2006. Es ging
oder geht nicht so schnell voran mit der
Wohnungsrenovierung. Pazienza, wir sind im Bella Italia.
J
Hauptproblem: Heizung. Diesen Winter hatte ich auch
keine Gasheizung sondern nur Aircondition (Warmluft nur
für ein Zimmer!) Die anderen Räume hatten
«Schlottertemperaturen» von 12-14°C. Also besser Türen
schließen und auf den römischen Frühling warten. Solange
das Heizungsproblem in der neuen Wohnung nicht gelöst
ist, kann auch nicht gestrichen werden. Wenn die Wohnung
dann renoviert ist, muss sie noch eingerichtet werden.
Einige Möbel kann ich von Rosa nehmen.
Kücheneinrichtung, Badezimmermöbel und Salotto (Stube)
wir sicher auch zur rechten zeigt eintreffen. Wir haben
einen wunderbaren, großen und allmächtigen Gott.
Wer soll
in die Wohnung ziehen? Das ist echt spannend. Ich werde
die Wohnung mieten, sobald sie fertig ist. Ja, heute
fehlen noch die «Insassen». Ein Zimmer wird Rosa
bekommen, wird aber weiterhin noch bei mir schlafen. Ich
wünsche mir sehr, dass Annamaria und Cristiane kommen.
Zurzeit ziehen sie in Florenz in eine 36qm Wohnung. Viel
zu klein für zwei Frauen. Ich habe diese kleine Wohnung
gesehen, in der man nicht mal 2 Betten nebeneinander
stehen lassen kann. Das hat mich echt deprimiert. Da
sind sie auch abgeschnitten von der Gemeinde und vom
Zentrum, usw. Ein Leben lang mussten sie sich im
Konvent, etc. unterordnen. Oft entschieden andere für
sie. In diesem Alter nun eigene Schritte zu untenehmen
ist nicht einfach.
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Rosa,
die «Nonnina» (kleine Oma)
Sie
kommt am 1. April wieder zu mir. Sie musste ein paar
Monate im Altenheim verbringen, bis ich wieder «zwäg»
war. Im Altenheim haben sie leider kaum in die Bewegung
investiert. Eine Frau aus Rumänien «schmeißt» den ganzen
Laden. 7-8 Personen hat sie zu versorgen. Kochen,
putzen, waschen, etc. Sie wird ausgenutzt. In den
meisten Häusern ist es so.
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Hannas «mondo» (Welt)
Ich
sitze soeben im Zug. Wie schön ist doch Italien. Bald
halten wir in Genua an. Sonne und Meer, che bello!
Währen 5 Tagen besuche ich Ehemalige in Turin: Lisabetta
von der KEB (Italien) und Chiara und Adriano, erinnert
ihr euch noch an unsere ehemaligen Hauseltern?
Nach
Jahren nehme ich mir jetzt nach und nach Zeit für die
Ordnung in der Kalenderkartei (ca. 400 Adressen),
renovieren meiner Wohnung (nach 19 Jahren),
Briefschulden, Fotos und Dias müssen noch vor der
25-Jahre-Woche geordnet werden, Gemeinde- und
Frauenarbeit, nach Monaten einen Sergio Saccucci Look
(Coiffeur), wobei ein halber Tag flöten geht. Wenn man
dann noch einen Besuch im Krankenhaus macht, kommt man
erst am Abend nach Hause.
Ich
suche nach einer neuen, praktischen, schönen, billigen
J
Kücheneinrichtung. Es wird mal Zeit die verschieden «Küchenstückli»
zu ersetzen, fällt doch schon mal eine Schublade
auseinander. Der Kochherd ist auch müde geworden und der
Kühlschrank bildet Eisblätter an der Oberfläche – das
geschieht auch nicht jedem… Die Frauen, vielleicht auch
einige Männer, wissen, was eine gut funktionierende
Küche bedeutet. Es ist doch ein Geschenk, dass ich in
all den 25 Jahren viele Gäste gut bewirten durfte.
Das beste Rezept gegen Unzufriedenheit ist in allen
Dingen Dankbar zu sein. Für körperliche Nahrung
sorgen wir jeden Tag. Wie wichtig aber ist, dass wir uns
mit geistlicher Nahrung stärken. Woher nehmen wir sie?
Gottes Wort ist der grösste Reichtum den wir haben.
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25
Jahre Rom
Entschuldigt bitte, dass ich ein komisches Datum
ausgesucht hatte im letzten Rundbrief. Kommt, seht und
erlebt Rom life. Vielleicht fragt ihr euch, wie heiß es
wohl sein wird. Heute kann man das nicht mehr generell
sagen. Vielleicht heiß, muss aber nicht sein!
Für mich
wird es wirklich ein Fest, wenn viele von euch kommen
(auch jeder einzelne ist schon ein Fest)!
Danke
allen die für die Kalenderarbeit spezielle Gaben
geschickt haben. Einen ganz lieben Gruß an euch alle.
Einen herzlichen Dank für euer AN-MICH-DENKEN.
Eure Hanna
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Gebetsanliegen
Dank
für:
■
Verteilung von ca. 600 Kalendern
■
Bewahrung und gute Genesung
■ Freude
und Kraft
■ Viele
Kontakte
Fürbitte für:
■ Eine
geeignete Arbeit für Brigida
■
Signora Alberta, Carla und Lucia, sie sind offen für das
Evangelium
■ Die
Frauenarbeit, die alle 14 Tage stattfindet
■
Annamaria und Cristiane, die ehemaligen Nonnen, dass sie
nach Rom kommen
■ Ein
gutes Einleben von Rosa bei mir ab dem 1. April
■
Virgilio, dass ihm die Augen geöffnet werden können
■ Das
praktische Einrichten der Wohnung
■ Die
nötigen Mittel für das Projekt
■ Meine
Kücheneinrichtung
■ Die
Fam. Oliva, dass sie ihr Haus für den Hauskreis in Monte
Porzio Catone öffnet
■ Kraft,
Treue und Gesundheit für verschiedene Aufgaben
Hanna Schneider
Via
Fontana Candida 50
00132 Roma
Tel.: (0039) 062070216 — Natel: (0039) 3400931772
(Handy)
Konto in der Schweiz: PC 90 – 56736 – 3
Konto in Deutschland: Ktn.: 3061962431 — BLZ.:
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